Vilimsky vs. Juncker: „beleidigte Retourkutsche“ ?

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Von Anna Thalhammer

Anfang Juni flog die österreichische Regierung im Vorfeld der EU-Ratspräsidentschaft nach Brüssel – wohlgemerkt nur in einem Flugzeug, was wohl nicht die durchdachteste Idee war. Wäre dieses nämlich abgestürzt, wäre Österreich mit einem Schlag führungslos gewesen.
Jedenfalls lud Juncker zu einem gemeinsamen Arbeitsessen ein – das Teilnehmern zufolge durchaus entgleist ist.
Juncker, der nie einen Hehl daraus machte, kein Fan von Türkis-Blau zu sein, machte seinem Ärger dort in seiner gewohnt unverhohlenen Art Luft. Er polterte vor allem in Richtung FPÖ. Parteichef Heinz-Christian Strache soll unvorbereitet auf derartige Angriffe doch ziemlich verdutzt und auch persönlich getroffen gewesen sein. Den Erzählungen nach hat sich dann Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck ein Herz gefasst und versucht, Juncker einzubremsen, die Situation zu beruhigen.
Man könnte Vilimskys Angriffe in Richtung Junckers also durchaus auch als beleidigte Retourkutsche werten.