100 Menschen nach Schiffsuntergang vor Libyen vermisst

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Nach dem Untergang eines Schlauchboots vor der libyschen Küste werden circa 100 Menschen vermisst. Die Leichen von drei Kindern wurden geborgen, 16 Menschen wurden von der libyschen Küstenwache in Sicherheit gebracht, berichteten italienische Medien, die sich auf Angaben der libyschen Küstenwache bezogen.

Das Schlauchboot war von Libyen mit 120 Menschen an Bord abgefahren, als es sechs Seemeilen von der Küste entfernt unterging. Die Überlebenden wurden nach Libyen zurückgebracht.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen kritisiert Europa deswegen scharf. „Man hindert uns daran, die Arbeit zu machen, für die die EU-Regierungen eigentlich verantwortlich wären. Die europäischen Regierungen sollen die Vernunft wiederfinden und der Migrationspolitik ein Ende setzen, die Menschen zwingt, in Libyen gefangen zu bleiben oder im Meer zu sterben“, hieß es in einer Presseaussendung. Allein am letzten Wochenende seien 2.000 Migranten nach Libyen zurückgeschickt worden.