Dr. Norbert van Handel :
Politisches Telegramm 125

1. De mortuis nihil nisi bene

► – von Verstorbenen nur gut zu sprechen – ist eine Aufforderung, die einem der sieben griechischen Weisen, Chilon von Sparta zugeschrieben wird, aber erst in der römischen Welt zum politischen Selbstverständnis wurde.
Nun, für politisch Halbtote, wie Frau Merkel, kann dies wohl noch nicht angewendet werden.
Angeschossene Raubtiere sind gefährlicher als unverletzte – lahme Enten bewegen nichts.
Halten wir deshalb kurz fest:
► Frau Merkel hat ihren politischen Ziehvater Helmut Kohl auf mehr als ungustiöse Weise entsorgt und zeigte damit ihren Charakter.
► Zu Anfang ihrer Regierungszeit fußten ihre politischen Erfolge vor allem auf Hartz IV und Agenda 2010, die Gerhard Schröder erfunden hatte.
► Die so genannte Energiewende war eine Katastrophe für Deutschland und Europa.
► Der von ihr unterstütze Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, war wesentlich mitverantwortlich dafür, dass dieses große wichtige Bankhaus nunmehr um seine Zukunft zittern muss. Kriminelle Machenschaften einmal ganz weggelassen.
► Die Sicherheitslage in Deutschland ist verheerend, wenn Frauen allen nicht mehr dorthin gehen können, wo sie wollen, ohne Gefahr abgestochen zu werden.
► Die Flüchtlingspolitik hat Deutschland an den Rand eines staatlichen Chaos geführt und wird noch generationenlang Deutschland (und auch Europa) belasten.
► Die allen demokratischen Regeln widersprechende Ausgrenzung der AfD und die Eliminierung der konservativen Führungselite in der Union, Koch, Wulff oder Merz, hat das Rückrat der einst wertkonservativen Partei gebrochen.
Heute ist die CDU eine beliebige Partei der linken Mitte, deren Werte kaum noch erkennbar sind.

2. Die Nachfolgekandidaten

Die Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordreinwestfalen, versprechen keinen Neuanfang.
Friedrich Merz ist zwar wertkonservativ, erfahren und gescheit, aber ein ausgewiesener Atlantiker, der eine konstruktive Distanz zu den USA, in Richtung eines selbstständigen Europas und Deutschlands entwickeln müsste.
Jens Spahn
, Gesundheitsminister, ist sicherlich auch konservativ, inwieweit es ihm gelingt bei den Wählern notwendige Sympathien für ihn und seine Politik zu entwickeln, sei dahingestellt.
Wolfgang Schäuble, der auch so dann und wann genannt wird, ist ebenso schlau wie alt und kaum ein Zeichen für Erneuerung.
Thomas Vieregge, ein Spitzenjournalist der Presse, titelte zurecht: „Vom falschen Amt zurückgetreten“ und der bewährte Kommentator Manfred Maurer meinte durchaus realistisch: „Dass die Kanzlerin die Legislaturperiode bis 2021 durchdient, erscheint unvorstellbar.“
Lahme Enten bewegen nichts mehr und stören nur.

3. AfD

Wenn das liebste Feindbild der AfD langsam verblasst, sollte dies keine Katastrophe sein.
Wenn die Partei
► zunehmend mehr aufs Volk hört,
► sich stark auf den Mittelstand fokussiert,
► die sozialen Probleme bewirtschaftet, wie Altersversorgung und Pflege,
► die katastrophale Sicherheitslage in Deutschland permanent kritisiert,
► in der Europapolitik auf ein Vaterland der Vaterländer und damit gegen alle Vorstellungen von Herrn Macron auftritt und
► darauf dringt, dass die sinnlose Sanktionenpolitik gegenüber Russland endlich beendet wird, wird sie auch ohne Merkel Erfolg haben.
Gelingt dies, ist die Zukunft der AfD gesichert, sodass sie, falls eine Wandlung der CDU erfolgt, ein sinnvoller Partner rechts der Mitte werden kann.

4. Merkel

Dass Merkel Kanzlerin bleiben will, mag einen sehr gefährlichen Grund haben, nämlich die Zustimmung zum UN Migrationspakt, die am 11. Dezember 2018 in Marrakesch stattfinden wird. Dieser Pakt, dessen Väter oder Unterstützer der Generalsekretär der UNO, António Guterres, sein Vorgänger Manuel Barroso, der EU Vizepräsident Frans Timmermans, lauter ausgewiesene Linkssozialisten und der sich stets wichtigmachende Außenminister des winzigen Luxemburgs, Jean Asselborn, sind, ist schlechthin für ein Förderprogramm für weltweite ungebremste und sanktionierte Wirtschaftsmigration.
Er sichert Migranten aller Art und aus aller Welt das Recht zur Einwanderung nach Europa und in dessen Sozialsysteme zu.
Der Migrationspakt schützt die Kultur der Migranten, z.B. die Scharia, im Zielland, aber nicht die der Einheimischen und verdammt Kritiker dieser katastrophalen Agenda als fremdenfeindliche Rassisten.
Wie schon oben gesagt, angeschossene Raubtiere sind gefährlicher, als gesunde!

5. Österreich

hat soeben, nach den USA, Australien und Ungarn definitiv seine Beteiligung am Migrationspakt abgelehnt.
Die Tschechische Republik wird folgen.
Bei anderen mitteleuropäischen Ländern werden Bemühungen gesetzt, auch diese zum Austritt aus diesem Horrorpakt zu bewegen.

 

Dr. Norbert van Handel
Steinerkirchen a.d. Traun, 02.11.2018

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Über den Autor:


norbert.vanhandel.at

Publizistik:

www.medias-presse.info/les-14-points-du-baron-van-handel-de-lordre-de-saint-georges-qui-vous-donne-ce-droit-mme-merkel/56451/ %

visegradpost.com/en/2017/05/25/norbert-van-handel-we-have-to-create-a-union-of-central-europe-in-order-to-save-our-identities/ %

Merz – Deutsche Antwort auf Macrons Euro-Vorschläge nicht ausreichend

de.reuters.com/article/deutschland-cdu-merz-idDEKCN1N523O

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www.welt.de/politik/ausland/article183005696/Spanien-Erstmals-mehr-als-10-000-Migranten-im-Monat-angekommen.html

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